Alle Beiträge von Alexandra

Alextravaganza, Tag 17

Wir sind das Volk.

Der Tag der Deutschen Einheit hat’s sogar zum Google-Doodle gebracht, dem Ritterschlag für jeden aufrechten Feiertag. Und auch zum YouTube-Doodle – wusste nicht dass es das gibt. Übrigens ist heute auch der Tag der offenen Moschee. Wer in der Nähe einer Moschee wohnt, sollte das vielleicht mal wahrnehmen.

Oh, wie passend: Vorhin kam auf RTL2 „Schokolade zum Frühstück“, und was ist heute auf Platz 21 der Alextravaganza-Charts? Sehr richtig, Robbie Williams mit Have You Met Miss Jones?.  Das Lied gibt es übrigens auch in einer viel früheren Fassung von Ella Fitzgerald, der Robbie Williams, bei aller Liebe, nicht das Wasser reichen kann.

Aber eine geile Sau ist er schon, da beißt die Maus keinen Faden ab.

Ich hab vorhin im Fernsehen einen Film über das Wunder von Leipzig gesehen, und ich kann euch sagen: Wenn ich höre, wie tausende von Menschen „Wir sind das Volk“ skandieren, da stellt es mir heut noch die Haare im Nacken auf, und mir steigen die Tränen in die Augen.

Man hört ja immer viel davon, wie wahnsinnig groß derBeitrag von Ronald Reagan zur Perestroika und zum Fall der Mauer war, und ich muss sagen: Bullshit.

Politiker sagen viel wenn der Tag lang ist, und Äußerungen dieser Art („Mr Gorbachev, tear down this wall!“) bedeuten für sie auch kein persönliches Risiko. Im schlimmsten Fall machen sie sich damit zum Vollaffen, im besten Fall hört eh keiner zu.

In der 10. Klasse (1987) haben wir einen Schulausflug nach Berlin gemacht. War interessant, aber die Grenzontrolle auf dem Weg dorthin waren furchterregend. Ich frage mich immer noch, welch ein krankes System es für nötig halten kann, mehrere bewaffnete Polizisten in einen Bus mit Jugendlichen zu schicken.

Nefertiti_bust_(front)Westberlin war aufregend und bunt. Ich habe im KaDeWe eingekauft und im Ägyptischen Museum die Büste der Nofretete angeschaut. Ich kannte die nur von Bildern, natürlich. Aber man bekommt ja gesagt, dass sie schön sei.

Ihr fehlt ein Auge, die Ohren sind ein bisschen angeschlagen, und auch der Kopfputz hat die Jahre nicht ganz unbeschädigt überstanden.

Sie ist wunderschön. Wunderschön, sympathisch und sehr anrührend.

Das war ein bisschen so wie zum ersten Mal eine Nachtigall singen zu hören. Du weißt dass es schön sein soll. Aber wie schön es wirklich ist, merkst du erst wenn du es selbst hörst. Und es fühlt sich an als reißt dir jemand das Herz aus der Brust.

Ostberlin war wie die Kulisse in einem schlechten Film. Ich habe da zum ersten Mal bemerkt wie langweilig eine Stadt aussieht, wenn es weder Werbung gibt noch bunte Autos.

Unsere Lehrer hatten uns ja vor illegalem Geldwechseln gewarnt, das sei ganz verbreitet dort, und furchtbar illegal, und manchmal versuche die Polizei einen in die Falle zu locken. Zehn Mark musste man an der Grenze zwangsumtauschen, und dann mussten wir den Mist irgendwie ausgeben – nur wie? Es gab ja nix! Zumindest die Chorschüler (ich war auf dem Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium in Windsbach, da waren viele Mitglieder der Windsbacher Knabenchores) waren fein raus, die waren logischerweise alle so musikbegeistert, die haben sich irgendwelche Noten gekauft. Streberpack.

Ich glaube, unsere Klasse hat dann aus reiner Verzweiflung eine komplett antisozialistische Schneise des übertrieben hohen Trinkgelds durch Ostberlin geschlagen.

Am schlimmsten war aber eigentlich der Grenzübergang. Ich war ja die einzige in meiner Klasse, die noch nicht 16 war, deswegen mussten ich und mein Kinderausweis mit einem Erwachsenen über die Grenze gehen. Das war ausgerechnet mein ungeliebter Mathematiklehrer Herr V. Dieses Grauen wurde aber mühelos vom Grenzübergang selbst übertroffen (Grenzübergang Friedrichsstraße? Kann das sein?). Der war gefliest, überall, Boden, Wände, Decke – zumindest in meiner Erinnerung. Die Grenzbeamtinnen waren vom Typ Rosa Klebb, nur furchterregender. Ich war überzeugt dass die Fliesen nur da waren, damit sie das Blut von erschossenen Grenzgängern einfach nur mit Gartenschläuchen abspritzen müssen.

Ich musste damals dauernd daran denken, dass ich als Kind die Trennung der zwei Deutschlands eigentlich ganz cool fand – obwohl ich damals das Wort nicht kannte, ich glaub das gab es da noch gar nicht in dem Sinne. Ich fand es einfach exotisch, und war ein bisschen stolz darauf. Bei einem unserer vielen Tagesausflüge war ich dann mit meinen Eltern und meinem Bruder an der „Zonengrenze“, und man konnte von unserem Parkplatz aus ins Niemandsland schauen. Mein Bruder hat mir dann erklärt, dass die Soldaten auf Leute schießen, die aus dem Land rauswollen. Verstanden hab ich das aber nicht so richtig. Ich muss da so um die elf Jahre alt gewesen sein.

Ich hab erst damals in Ostberlin verstanden, wie grotesk diese ganze Sache ist, und wie abnorm. Nein, das war nicht cool. Das war ein furchtbarer, grauenhafter Alptraum, aus dem ich noch am gleichen Tag wieder erwachen durfte. Für viele andere hat das noch ein paar Jahre gedauert.

Nein, liebe Leute, der Fall der Mauer war kein Triumph der Politik, das war ein Triumph der Bürger, die auf die Straße gegangen sind, obwohl sie buchstäblich alles zu verlieren hatten. „Tear down this wall“ liess und lässt mich kalt.

Wir sind das Volk.

Bilder von Wikipedia.

Alextravaganza, Tag 16

Bittere Selbsterkenntnis. Französisch. R.Kelly schon wieder.

So, jetzt isses soweit. Ich hab nix mehr zu sagen. Das enttäuscht mich ein bisschen, ich hätte schon gedacht dass ich die paar Tage problemlos non-stop durchbloggen kann.Zum Glück habe ich mir für genau so einen Tag ein paar Stichworte aufgeschrieben, zu denen ich immer was sagen kann.

Zufallsgenerator an … und unser Thema heute ist … French Manicure!

Lasst euch das gesagt sein: French Manicure ist ein Dreck. Wenn ich meine Nägel schon lackieren will, dann will ich verdammt noch mal Farbe drauf (rot! lila! braun! blau!) oder halt nicht. Wenn nicht, sprich: natürlicher Look, dann kann ich meine Hände genauso gut waschen und eincremen und die Nägel feilen! Wer’s ganz perfekt haben will, kann auch polieren und Klarlack verwenden, aber French? Totaler Mist.

Und tut mir leid wenn euch das verletzt, aber ich finde das irgendwie nuttig.

So. Das musste mal gesagt werden.

All Lacquered Up

Apropos, aktuell hätte ich gerne einen schönen grauen Nagellack. Schwer zu bekommen.Tipps nehme ich gerne an, entweder in den Kommentaren, per E-Mail, meinetwegen auch auf Twitter.

Das Bild hier habe ich ein bisschen von AllLacqueredUp gestohlen, eine der Seiten die ich regelmäßig besuche.

Es geht um Nagellack. Das Bild ist On The Prowl von den MAC Hello-Kitty-Nagellacken. Wenn ihr das Bild anklickt, kommt ihr zu dem Artikel, anschauen und Seite bookmarken. Also wenn ihr Nagellack mögt.

Die Hello-Kitty-Nagellackflaschen sind mir zwar fast ein bisschen zu kindisch, aber die Farbe finde ich gut. Problem dabei: Ich brauche Nagellack nie auf, teure Markenware lohnt sich für mich da überhaupt nicht. Leider lassen die Niedrigpreisfirmen sich Zeit mit entsprechenden eigenen Produkten. Was enorm ärgerlich ist.

Abgesehen davon sind MAC-Nagellacke aber super, ich habe eine pinkfarbenen der ALLES aushält, auf den Zehennägeln sogar mein legendär häufiges Zehen-Anhauen. Qualität halt.

Unser musikalischer Gaststar heute ist mal wieder R.Kelly, der mit Step In The Name Of Love auf Platz 22 der Extravaganza-Charts steht/liegt/sitzt/lungert.

WHOAH Kinder, wir betreten Neuland! YouTube hat nix, da muss ich das Video von woanders einbetten. Video ist wichtig, weil das gibt dem Lied noch so den extra optischen Groove.

Link: R. Kelly - Step In The Name Of Love [OFFICIAL MUSI

Obwohl der R. ja schon ausschaut wie ein Depp, so mit dem Kopftuch unter dem Hut. Und am Schluss auch, so als Zorro/Michael-Jackson-Chimäre.

Ich bin ja von der Qualität bei sevenload nicht ganz begeistert, aber zumindest schreiben sie nicht wie MTV protzig hin „hohe Qualität“. Pah. Wer es in besserer Qualität sehen möchte, kann das bei Clipfish tun: Step In The Name Of Love

A pox upon their house übrigens, die lassen mich mit meinen Zugangsdaten nicht mehr rein! Boykottiert Clipfish, oh ihr treuen Leser!

Auch wieder so ein Video übrigens, bei dem ich gerne tanzen können möchte.

Natürlich vollkommen illusorisch, ich muss ja schon dankbar sein wenn ich geradeaus laufen und gleichzeitig atmen kann. Tanzen muss toll sein wenn man es kann – oder auch wenn man es nicht kann und sich einen Scheiß drum schert. Beides ist mir nicht gegeben.

Habt ihr übrigens gemerkt, wie untypisch das Video ist? Nicht voller billig aussehender Trullas mit unechtem Busen und noch unechterem Haar (und unechten Nägeln mit French Manicure, ha!). Fast schon subversiv.

Das mit dem Sex war gestern natürlich nur ein billiger Reißer, damit ihr heute wiederkommt. Hat ja offensichtlich auch gewirkt. Ihr verderbten Schweine.

Vielleicht hol ich das mit dem Sex am Wochenende nacht.

Wenn wir alle Glück haben 😉

Alextravaganza, Tag 15

Aufrührerisches! Umwälzerisches! Facebook! Harry Potter!

So, jetzt liefere ich euch direkt mal den Platz 24 der Alextravaganza-Charts nach, für die ich gestern keinen Nerv hatte: My Place von Nelly (ha, ich merk erst jetzt dass der zweimal vertreten ist – das schaffen sonst nur Robbie Williams und R. Kelly, glaube ich zumindest).

So. Ohne weiteren Auftakt weiter zur Lektion des Tages: Schämt euch nicht für einen Meinungswandel. Leben heißt Veränderung, Veränderung ist die Grundbedingung für Wachstum.

Banales Beispiel: Ich wollte nie Harry Potter lesen, weil der Hype mir so auf die Nerven ging. Irgendwann hat mich eine Freundin doch überzeugt, den ersten Band zu lesen. Den zweiten Band hat sie mir auch gleich mitgebracht. Es kam wie es kommen musste: Ich habe sie um zwei Uhr morgens angerufen und sie angefleht, mir den nächsten Band so bald wie möglich vorbeizubringen. Das mit dem Anruf war nicht so unhöflich wie es klingt, sie hatte Nachtdienst in der Notaufnahme, da war das wurscht.

Buch vier bis sieben habe ich als Hardcover – daran sieht der Profi mühelos, dass ich nicht bis zum Erscheinen des Taschenbuchs warten konnte. Und natürlich wurden die in der Buchhandlung vorbestellt und am ersten Tag abgeholt!

Musikalisches Zwischenspiel: Mel C. mit Never Be The Same Again, auch bekannt als Platz 23 der Alextravaganza-Charts. Vermutlich das einzige Video auf der ganzen Welt, ach was, im ganzen bekannten Universum, das mir Lust auf Joggen macht.

Wenn ich das in Zeitlupe machen könnte, würde ich das auch tun.

Weiter im Text.

Bei Facebook war es ähnlich. Erst ewig gesträubt, alle Einladungen ignoriert, schließlich doch zusammengebrochen. Jetzt mag ich es gern. Ehrlich. Versucht’s auch mal, und besucht mich auf meinem Facebook-Profil.

Noch banalerer Fall: Weichkäse. Nie gemocht. Neulich mal wieder zögerlich versucht (danke, Bine 🙂 ), seither zwei Packungen gekauft. Schmeckt besonders gut auf Vollkorntoast mit dem Zucchinirelish von meiner Mama drauf.

Natürlich ist es ärgerlich, wenn man seinen Gesinnungswandel gestehen muss („Kind! Du hast aber doch noch nie XYZ gegessen/gewählt/getragen/praktiziert!“), aber was soll’s?

So ist das Leben eben.
Und es ist gut so.


Morgen geht’s um Sex.

Alextravaganza, Tag 14

Kindheitserinnerungen.

Ich komme aus einem relativ kleinen Dorf.

Rund 5000 Einwohner heute,  in meiner Kindergartenzeit waren es bestimmt nur 2000. Jedenfalls klein genug, dass Grundschulkinder alleine in die Schule gehen durften – vielleicht waren es aber auch wirklich nur andere Zeiten.

Meine beste Freundin in Kindergarten und in der Grundschule war Daniela. Wir haben zusammen Schneckenrennen veranstaltet und Schnecken gezüchtet. Dazu setzt man eine Handvoll Schnecken in einen Eimer mit feuchtem Sand. Wir konnten den Schnecken nicht ansehen was Männchen und was Weibchen ist, also haben wir einfach eine repräsentative Auswahl an Tieren eingeeimert und das Beste gehofft. Hat auch immer geklappt, und wir hatten damals schon den Eindruck, dass die Viecher es mit Männlein und Weiblein nicht so genau nehmen.

Die kleinen Schnecken sind übrigens schon komplett fertig, wenn sie aus den Eiern schlüpfen, nur winzig klein – und durchsichtig.

Ich habe den Kindergarten geliebt, nur einmal fand ich ihn doof: als Daniela wegen Masern zwei Wochen daheim bleiben mussten.

Daniela und ich hingen dauernd zusammen, meistens bei ihr. Wir haben die Gänse ihrer Großeltern über die Straße auf eine eingezäunte Wiese getrieben. Verdammte übellaunige Biester. Unser Unwesen haben wir da auch getrieben, und noch heute, wenn ich meine Familie besuche und an der Wiese vorbeikomme, denke ich als erstes daran, dass ich dort mein Taschenmesser verloren habe. Von Wilkinson war das, ein Geschenk meiner Mutter. Die war schon immer ein großer Fan von Taschenmessern.

Später hat sie übrigens ihre Pferde dort grasen lassen, Jahre später, da war ich schon an der Uni.

Wir haben im Schweinestall und auf dem Heuboden zusammen gespielt, wir waren Schlittschuhfahren (bei uns heißt das so, nicht -laufen), wir haben alles zusammen gemacht. Einmal hab ich ihren dümmlichen Hund aus dem Weiher gezogen, weil er nicht schwimmen konnte. Daniela hatte schon als Kind Hunde, was ich auch heute noch ziemlich cool finde. Aber ein Kind sollte keine Schnauzer haben, wenn es sie nicht selbst erziehen kann – den Fehler würde ich mit meinen Kindern schon mal nicht machen!

Ich durfte als Kind bis um 5 wegbleiben – dann hatte ich aber daheim zu sein, sonst gab es eine Standpauke. Wenn ich später heimgekommen bin, war garantiert Daniela schuld. Manchmal haben wir uns auch gegenseitig nach Hause begleitet, ein ewiges Hin und Her. Weit war es nicht, höchstens 300 Meter einfach die Straße entlang. Im Sommer konnten wir das bis zur Dämmerung rausziehen.

Eigentlich erinnere ich mich am lebhaftesten daran, dass wir bei ihr Captain Future (meine erste große Liebe!) angeschaut haben. Dazu gab es Cola und Luftschokolade – bei mir daheim gab es nichts davon. Nicht mal Captain Future, zumindest nicht in Farbe.

Daniela, Captain Future, Cola und Luftschokolade – das ist eine einzige runde Kindheitserinnerung. Jahre später habe ich mal aus Nostalgie eine Tafel Houten-Luftschokolade gekauft. Beim Reinbeißen hat sich das echte Knistern mit erinnerter Captain-Future-Musik vermischt und ich war wieder acht Jahre alt.

Nach der vierten Klasse bin ich aufs Gymnasium gegangen, sie nicht. Nun verliert man sich in einem Dorf nicht wirklich aus den Augen, aber wenn man nicht den täglichen Kontakt hat wie eben in Kindergarten oder in der Schule, löst sich auch die erste beste Freundschaft nach und nach in eine Bekanntschaft auf.

So war das auch bei uns.

Wir haben uns noch oft gesehen, und auch Jahre später haben wir uns noch zugewunken und genickt, wenn wir uns zufällig getroffen haben. Meist war ich da auf dem Weg vom Haus meiner Eltern zu meinem Bruder, da komme ich immer an ihrem Elternhaus vorbei. Sie war entweder gerade dabei ihre Pferde auf die Weide zu bringen, oder sie stand vor dem Gasthaus ihrer Großeltern und unterhielt sich mit Nachbarn, Hund – immer ein Schnauzer – im Schlepptau, Kind auf dem Arm.

Gerade hat mich mein Vater angerufen und mir gesagt, dass Daniela am Sonntag nach ihrer zehnjährigen Krebskrankheit endlich sterben durfte.

37 Jahre ist kein Alter für sowas, verdammte Scheiße.

Kein Alter ist ein Alter für sowas.

Alextravaganza, Tag 13

Internetblüten. Das immer wieder beliebte Gaydar. Handtaschen.
Das mit dem Video vorne im Text find ich gut, darum auch heute wieder, mit Platz 25 in den Alextravaganza-Charts. It’s All Been Done von den Barenaked Ladies. Obacht, das geht ins Ohr!

Und natürlich sind sich die Herren Barenaked Ladies zu fein für ein anständiges Video auf YouTube. Trotzdem sehr empfehlenswertes Lied.

Hier jagt echt ein Highlight das andere.

Heute fällt mir keine gewichtige Lebenslehre ein, deshalb teile ich einfach ein paar Internetblüten mit euch.

Ich bin immer wieder dankbar dafür, dass ich eine Arbeit habe bei der ich jeden Tag was Neues lerne. Na, jede Woche. OK, einmal im Monat, das kommt vor. Zum Beispiel stille Feiung! Das hatte ich vorher noch NIE gehört, ich war begeistert.

Oder Wikipedia zum Beispiel. Ihr werdet sagen: „Ja, Alex, das ist aber nicht wirklich neu!“ Und ich werde sagen: „Ja, ihr Idioten, Maul halten und mich ausreden lassen!“

Für den optimalen Wikipedia-Genuss muss man nämlich erstens bei jedem auch nur halbwegs kontroversen Eintrag die Diskussions-Seite ansehen, und zweitens bei bebilderbaren Themen sich die Commons ansehen.Unbedingt.

Heute wollte ich ganz arglos was über Sildenafil und Tadalafil (ja Herrgott, Viagra, Cialis und ihre Generika halt! Tut halt nicht so als ob ihr das nicht wüsstet!) herausfinden, wo komme ich nach ein paar organischen Klicks heraus:
Hier. (Vorsicht, extrem NSFW. Wer nicht weiß was NSFW bedeutet, klickt hier.)

Dazu kann man kaum was sagen, also abrupter Themawechsel.

Die Auszeichnung für den schönsten Blogeintrag der letzten Tage geht an das Giftzwerg-Blog, mit diesem Eintrag:

Das Kind, das sämtliche Puppen aus dem Puppenwagen auf die Erde schmeißt und stattdessen zärtlich etwa eine Million seiner Bilderbücher darin gestapelt durch die Gegend schiebt – das kann nur meines sein.

Original findet ihr hier. Und natürlich macht mich auch das Herz als Überschrift brennend neidisch. Genau wie das Kind.

Ach, ihr erinnert euch an diesen Facebook-Gaydar-Schmarrn? Ich habe mich über die Kommentare auf dem Laufenden halten lassen, und der allerschönste überhaupt ist der hier von G. Schlecht:

Wann ist es denn nützlich oder notwendig, zu wissen, ob mein Gegenüber homosexuell ist? In den meisten Lebenssituationen ist das völlig egal. Da, wo es wichtig ist, bemerke ich es sowieso.
Will ein Mann Sex mit mir, dürfte er schwul sein, denn mein”G mit Punkt” steht für “Georg”. Will ein Mann keinen Sex mit mir, lässt das keinen Rückschluss auf seine sexuelle Orientierung zu.
Will eine Frau keinen Sex mit mir, kann ich mir zwar einreden, sie sei lesbisch. Wahrscheinlicher ist, dass sie mich nicht so toll findet, wie ich es gerne wäre.

Dass ich über die Sache gebloggt habe, führt übrigens dazu dass mir Google irgendwelche geistigen Sumpfnomaden herschickt, die nach „andre vatter schwul“ suchen. Tses.

Ach, wenn ich schon keine Perlen der Weisheit zu vergeben habe, will ich wenigstens eines meiner Geheimnisse mit euch teilen: Schuhe sind schon ganz nett – aber Handtaschen begeistern mich wirklich! Dazu gibt’s hier diesen wunderbaren Cartoon der noch wunderbareren Natalie Dee, die meiner Meinung nach eine Standleitung in mein Seele hat.

It’s not a problem, it’s a superpower
nataliedee.com
nataliedee.com