Reisen nach Kuriosistan

Bevor es zu spät ist, will ich noch schnell einen Surftipp mit euch teilen:

40 Tage Buenos Aires.

Percanta schreibt in ihrem Blog über ihre Reise mit Kind & Kegel (vulgo Mann & Kind) in Argentinien. Das schönste an Reiseberichten ist ja immer, wenn man sieht wie genau es dort anders ist, ohne dass es zur Freakshow ausartet. Das ist hier sehr schön, weil eben ganz persönlich erzählt.

Die Berichte sollte man wirklich von Anfang an lesen, dann ist man am dabeiesten. Sind aber auch durcheinander gelesen ganz ausgezeichnet. Egal für welche Reihenfolge ihr euch entscheidet, sputet euch, wir sind schon bei Tag 28!

Mein Lieblingskuriosum: Die G’schicht vom Kindergarten. Das ist in Argentinien für unsere Begriffe eigentümlich bis ungeschickt geregelt.

Jedes einzelne Schuljahr (und die Kindergartenkinder gehen hier zur Schule, sie gehen lernen, und das auch im Kindergartenbereich nicht altersgemischt) beginnt mit einer „Gewöhnungsphase“. Die Kinder im 1. Jahr, also die Einjährigen, gehen die ersten vier Wochen lang nur halbstündig bis eine Stunde pro Tag, und das auch nicht immer zur gleichen Zeit: Der Enkel der Tante musste jeden Tag zu einer anderen Zeit zur „Gewöhnung“, damit er jeden Tag auf andere Kinder trifft und am Ende des Monats alle Kinder einmal gesehen hat. Am Ende des Monats ist wahrscheinlich auch das Betreuungsguthaben bei den Großeltern aufgebraucht, denn die Eltern schicken ihr Kind ja nicht aus Lust und Laune mit einem Jahr in die Kita, sondern weil sie arbeiten müssen – und das ist mit über vier Wochen täglich wechselnden Eingewöhnungs-Halbstündchen kaum zu vereinbaren, weshalb überall die Großeltern und andere Verwandte ranmüssen.

So. Und wenn ihr dann von Percanta gründlich angefixt seid, dann lest bitte alle anderen Beiträge auch noch, weil sie es alle wert sind. Ich bin natürlich sehr neidisch auf die enorm verführerischen Kategorienamen, etwa Verhört und verlesen oder Geisteswissenschaften und andere Randgruppen.

Ach ja.

Wenn ihr dann dort seid, hinterlasst auch gern mal einen Kommentar, als Blogger freut man sich über ein bisschen Feedback!

Hint hint.

„Bei Hallhuber bin ich ’ne fette Sau“

Dieses unglaublich gute Zitat stammt nicht von mir, sondern von meiner großen Real-Life-Heldin manomama.

Im Wortlaut:

@babysde Ich hasse #Figurdiskriminierung der Marken. Für Ulla Popken bin ich zu schlank, bei Hallhuber ne fette Sau. Daher das Spektrum.

Ja, da hab ich auf der Arbeit viel gelacht heut.

Auf twitter steckt hinter manomama Sina Trinkwalder, im echten Leben stecken noch sehr viel mehr Leute dahinter.

Die komplette relevante Information findet ihr auf der  manomama-Website, auf die ich euch schon aus Prinzip schicke, weil die Seite und das ganze Konzept so viel Zuschauer, Besucher und demnächst auch Kunden wie nur möglich verdient hat.

Warum sage ich das? Weil ich weiß, dass es einfach ist, Missstände zu erkennen und sich Veränderung zu wünschen. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass man auch den Arsch in der Hose hat sich hinzustellen und eben zu sagen: „Wir machen jetzt Öko-Klamotten, in Augsburg, mit vielen Frauen im Team!“

Sina hat den Arsch. Aber SOWAS von.

Hm, das klingt jetzt hingeschrieben nicht so anerkennend wie in meinem Kopf, aber wurschd. Ihr seid hier nicht zum ersten Mal, ihr wisst was ich meine.

Also hingehen, merken, und demnächst auch was kaufen und dann jedem erzählen was das ist und wo man es her hat.

Und ja, mich beeindruckt eine Firma, die auch Geld von Dicken nimmt (sobald da was in Größe 46/48 zu kaufen ist, hol ich es mir!), und es ist auch schön, dass Sina gern Schuhe und Taschen und Essen mag. Mir flößt so etwas jedenfalls Vertrauen ein.

RubberHatMTB

Wer gern Rad fährt, für den hab ich hier was.

Ich verfolge seit einiger Zeit den enorm unterhaltsamen Blog von RubberHatMTB, einer Gruppe eifriger Mountainbike-Fans im, na, ich sag mal „besten Alter“. Ich finde da eigentlich immer was zum Lachen, aber ich glaub in diesem Beitrag hat sich der Autor in der Schilderung seiner Leidenstiefe mehr als selbst übertroffen:

We rested for a minute or two as the tube was being replaced (…) by the guys.  Though I was left feeling very uncomfortable as both Nasher and Eeyore felt the need to discuss which hand they use whilst masturbating, I’m scared for life! So tube fixed, Jelly Babies consumed and cotton wool stuffed in my ears to stop the verbal trauma, we were off again.

😀

Irgendwann werde ich den Mut aufbringen und pretty permalinks empfehlen, damit die Links nach was ausschauen.

Und nein, ich weiß auch nicht was das mit dem RubberHat soll. Ich gehe davon aus, dass ich es gar nicht wissen will.