Ich muss vielleicht aus meiner Wohnung ausziehen. Das macht mich total fertig, weil ich noch nie irgendwo so zuhause war wie in dieser Wohnung.
Und weil ich mir einen Umzug auf keinen Fall leisten kann. Wie sagt mein Chef immer so schön? „Das bricht mich!“ Genau so fühlt sich das gerade an.
Immerhin habe ich in einer Anwandlung von Trotz meinen Erbspiegel aufgehängt:
Sehr schön, oder?
Ich wollte auch ein paar Wände streichen, das lasse ich vorerst auch lieber, so lange ich nichts Sicheres weiß. Und meine Küche – tja, die schiebe ich also noch ein bisschen weiter raus. Lustig ist das gerade nicht, das kann ich euch sagen.
Und weil ich euch neulich schon die Amaryllis gezeigt habe – so sieht sie jetzt aus:
Ich hoffe, die kriegt auch Blüten, nicht nur Blätter. Aber das dauert ja bestimmt noch ewig!
Tut mir leid, dass das heute so ein kurzer und substanzfreier Blogpost ist, aber mehr krieg ich nicht hin. Bitte entschuldigt.
ETA: Die Mail meiner Mutter zum Thema „Erbspiegel“ im Wortlaut:
Hallo Dana!
Ich nehme alles zurück, von wegen scheußlichen Spiegel und so.
In dieser Kombination mit dem Bett, einfach SUPER.
Ja, ja, ich weiß, long time no blog. Dafür schreib ich heut auch über mein Sex-Mojo.
Also, kurze Zusammenfassung:
Ich war über Weihnachten bei meinen Eltern, wir hatten eine schöne Bescherung bei meinem Bruder und seiner Familie (seit Jahren bewährt), ich habe die Michis besucht und mich mit Studienfreundin und Klosterkollegin Gerti getroffen (seit Jahren nicht mehr gesehen), Silvester habe ich mit Sabine verbracht (sogar zweimal! Einmal davon auch mit Naddel) und dann haben mich meine Eltern mit zwei Bücherkisten, einer Büchertüte, meinem monströsen Weihnachstkaktus und der Aussteuertruhe meiner Großmutter wieder nach Hause gebracht.
Ich wurde üppigst beschenkt. Zum Beweis dieses Bild:
Zur getupften Teekanne gibt es auch eine Geschichte: Als Bine und ich im November in England waren, hab ich die Kanne in Cheshire Oaks bei Whittard’s gesehen. Gekauft habe ich sie nicht, weil ich dachte „Ich bring die eh nicht heil nach Hause!“.
Natürlich hab ich das schon auf dem Rückflug bereut. Aber egal, da hatte ich es schon verpatzt. Bei Bescherung 2 in Ingolstadt bekomme ich dann sowas besonders Deformes und unattraktiv Eingepacktes. Die Teekanne! Bine, die perfide Kuh, hatte die praktisch vor meinen Augen (bzw. hinter meinem Rücken) gekaut, noch während wir in dem Laden waren!
Ein Skandal eigentlich. Aber ich freu mich jeden Tag darüber.
Auf der schwarzen Stofftasche – ebenfalls ein Bine-Geschenk – steht übrigens:
ICH, jugendliche Erscheinung, gepflegtes Äußeres, KAUFSÜCHTIG, mit Schuhtick, suche netten, reichen und spendierfreudigen Mann fürs Leben. Wenn Sie das gelesen haben, sprechen Sie mich bitte an.
Die Tasche ist natürlich nicht völlig korrekt, aber sie hat das Herz am rechten Fleck und das allein zählt!
Als ich wieder in meine Wohnung kam, waren meine Pflanzen ein bisschen schlapp, aber ansonsten gut in Schuss. Mein verwirrter Hibiskus hatte in meiner Abwesenheit offensichtlich üppig geblüht – die Blüten lagen um ihn herum auf den Boden.
Der Sack.
Von meiner Mutter hab ich zu Weihnachten unter anderem eine Amarylliszwiebel bekommen, die hab ich am Montag eingetopft und jetzt sieht sie schon so aus:
Das war ein Teil des bewährten Geldträgergeschenkeensembles – viele Kleinigkeiten, damit man was zum Auspacken hat, und darin ist dann das Geld versteckt. Außer der Amaryllis hab ich noch Bienenwachskerzen, ökige Lavendelseife und was zum Naschen bekommen. Außerdem hat mir meine Mutter noch ein kleines, speziell für meine Bedürfnisse zusammengestelltes Bohrerset mitgegeben, einen Rauchmelder, diverse Gläser Zucchinirelish und Tomatenchutney, einen Krug (weil ich ja mein Trinkwasser jetzt gern im Krug serviere) und eine schicke solide Einkaufstüte vom Brücken Center in Ansbach.
Mein altes Zuckerthermometer haben wir auch ausgegraben. Wenn ich also jetzt was mit Zucker kochen muss, hab ich das passende Thermometer!
Oh, und eine Ladung Mandelplätzchen nach unserem geheimen Familienrezept hat sie mir auch gebacken! Yay!
Ärgerlicherweise habe ich auf der Rückfahrt vergessen, meinen Erbspiegel mit herzubringen, aber den haben mir am Freitag die Michis mitgebracht, die mich besucht haben – und Michl hat dann auch gleich das Abendessen gemacht. Ich bin eine schlechte Gastgeberin, die die Gäste kochen lässt. Jetzt wisst ihr’s.
Jetzt bin ich gerade am Überlegen, wie ich meinen Spiegel am besten aufhänge. Genauer gesagt überlege ich, wo ich das Notwendige herbekommen. Vermutlich muss ich am nächsten Samstag doch mal wieder nach Mannheim und da einen Baumarkt aufsuchen. Oh the hardship.
Die schicken Window-Color-Paisleys sind natürlich nicht ererbt, die habe ich vor Jahren gemacht und damit die blinden Flecken des Spiegels verdeckt. Jetzt werd ich sie aber runterpfriemeln müssen, schon um den Spiegel mal wieder gründlich putzen zu können. Außerdem soll er jetzt quer hängen und nicht mehr, wie früher, im Hochformat.
Wir – die Michis und ich – waren dann auch kurz bei der IKEA, zum Küchenanschauen und -planen. Ich hab mir dann eine Orchidee gekauft, weil ich auf dem Nachttisch unbedingt eine neue, blühende brauchte. Abgeblühte Pflanzen im Schlafzimmer sind ja bekanntlich ganz schlecht fürs Sex-Mojo.
Die Farbe ist auf den Bildern leicht verfälscht, in Wirklichkeit geht das mehr ins Schokoladenfarbene! Sehr aufregend. Ich tüftele gerade noch daran rum, wie ich mit dem Bild auf ein Close Up verlinke – das klappt irgendwie nicht so wie ich mir das vorstelle.
Tja. Das war’s eigentlich. Wenn mir noch was einfällt, füge ich es ein.
Wer einen besonderen Detailwunsch hat, darf ihn gerne äußern. Ich werde mich dann bemühen, den Wunsch zu erfüllen – natürlich in den Grenzen der Sittlichkeit …
Auch heute wieder nicht so versaut wie wir uns das alle erhoffen und erwünschen. Sorry.
Wieder ein Deo zum Testen bekommen, ein Rexona Maximum Dry. Oder so. Verdammt, muss ich jetzt echt aufstehen und im Bad nachsehen?!
…
Ok, es heißt Maximum Protection 48H Dry Protection Anti-Transpirant Deo-Creme und will wissenschaftlich nachgewiesenen Schutz vor Achselnässe bieten. Ich denke, es wird schon wegen des eingängigen Namens ein echter Renner werden.
Was mich daran erinnert – ich habe ja von Anfang an an dieser „Mineralit“-Geschichte vom Garnier-Deo geglaubt. Also habe ich mal nachgesehen: Auf der Packung steht „Perlit“. Alexandra, dachte ich mir, Alexandra, das kommt dir doch bekannt vor … und zwar aus dem baulich/gärtnerischenBereich. Kann sowas sein?
… obwohl ihr es vermutlich schon selbst gemerkt hab, dass heute der vierte Advent ist, oder?
Und zum Glück ist das auch der letzte Advent, das wird ja mit der Zeit schon langweilig mit den gleichen Überschriften *hust*Alextravaganza*hust*. Außerdem ist mein Adventsgesteck verdächtig ausgedörrt, ein wahres Brandrisiko. Ob ich mir nächstes Jahr einfach Kerzen in eine Grünpflanze stecke? Aber wo wäre da der Spaß?
Diesmal hab ich nicht wirklich viel zu erzählen. Jammern – ja, da geht so einiges.
Wir machen das einfach mal so: Ich jammer und nörgel von hier bis zum nächsten Bild, dann geht’s normal weiter. Wer sich das nicht anhören das nicht lesen will, der kann einfach runterscrollen und nach dem Bild weiterlesen.
Ich bin am Freitagmorgen ziemlich früh aufgewacht, so um drei oder vier Uhr. Ich hab zwar auf die Uhr gesehen, aber wenn das so früh ist, vergesse ich das manchmal wieder. Und während ich mich noch frage, warum ich überhaupt wach bin, merke ich schon dass mir furchtbar schlecht ist.
Und dass ich furchtbare Bauchschmerzen habe.
Und furchtbare Schmerzen im rechten Oberbauch.
Es weiß ja jeder dass ich gerne meine eigene Ärztin bin, ich konnte also noch während des nötigen Badezimmer-Trips feststellen, dass ich Bauchschmerzen wegen meiner einsetzenden Tage habe, die Schmerzen im rechten Oberbauch aber zweifellos daher kommen, dass ich am Tag voher etwas über Gallenkoliken gelesen habe (aus gegebenem Anlass, weil der Michl abrupt ins Krankenhaus musste um sich die Gallenblase entfernen zu lassen).*
Mir ging’s so schlecht, dass ich sogar noch zu der inzwischen vergessenen Uhrzeit einen Kräutertee gemacht habe und mein Kirschkernkissen aufgewärmt hatte. Damit konnte ich den drohenden Tod abwenden.
Der Arbeitstag war nicht so toll, voller Schmerzen und Elend und Grauen – und körperlich ging’s mir auch nicht so gut.
ROFL. Kleiner Scherz.
Aber im Ernst, mein Paracetamol hat als Schmerzmittel vollkommen versagt, zum Glück hat Kollege C. Ibuprofen zur Verfügung gestellt.
Da ich wie immer Freitags schon um kurz nach sieben gekommen war (Freitag ist Putzfrauentag), bin ich um 16 Uhr nach Hause gegangen. Aber nicht direkt, nein, ich musste noch an der Packstation (am Arsch der Welt) ein Paket abholen, beim Arzt ein Rezept abholen (leider hatte der Arzt aber zu), auf der Post einen Brief abholen, auf der Treppe der Post stürzen und mir am Rücken weh tun (schon fast traditionell, ist mir nämlich letztes Jahr auch passiert) und dann musste ich noch Geschenkpapier kaufen, weil mir meine zwei Rollen nicht gereicht haben. Taschentücher musste ich auch kaufen, und zwar ganz dringend, habe ich natürlich vergessen.
Auf der Uhr-cum-Temperaturanzeige an der Bank ums Eck hatte es da -8°C.
Daheim war’s dann auch nicht so toll, und ich hab Freitag abend und den ganzen Samstag unschön verbracht. Bei mir behalten habe ich aber kurioserweise nur zwei Mahlzeiten: Einen Bratapfel und einen Avocado-Senf-Toast. Natürlich mit einer Hass-Avocado (Fuerte, du Loser-Frucht!)gemacht! Also einer halben, eine ganze ist auch mir zu viel auf einmal.
Geschneit hat es gestern auch, ich habe ein Beweisfoto gemacht:
Und jetzt die positiven Sachen:
In dem Paket, dass ich der Packstation entrissen habe, ist Shampoo, Conditioner und Haarspitzenstar von Herbal Essences (aus der Serie Spitzen Star. Die Sachen soll ich testen und bewerten. Ich bin ja mal gespannt, ob der Fragebogen irgendwo ein Feld gibt, in dem man die Rechtschreibung des Produktnamens kritisieren kann!
Ein bisserl ärgerlich ist halt auch, dass ich eh keinen Spliss habe. Aber da muss man durch.
Im Brief war ein neues Deo von Garnier, ein Mineral-Deodorant „mit 48h natürlichem Schutz“. Soll das Mineral Mineralite enthalten, vulkanischen Ursprungs (also aus Vulkangestein, nicht von Mr. Spocks Heimatplaneten). Das ist sogar so neu, das hat noch nicht mal ein Etikett, nur hinten drauf die undesignte Liste der Inhaltsstoffe (die mir jetzt nicht wirklich anders erscheint als die herkömmlicher Deos). Zumindest riecht es schon mal angenehm. Das Deo, nicht das Mineralit – zumindest gehe ich davon aus.
Uuh, ich hätte fast den Aufreger vergessen: Die Financial Times Deutschland, meines Wissens nach eigentlich immer eine angesehene Postille, führt aktuell einen Artikel über einen eigentümlichen Clip für den Chevy Volt; hauptsächlich geht es auch um virales Marketing.
Darum geht’s mir aber nicht. In dem Artikel schreibt die Autorin Annette Berger:
Drei füllige Damen und ein Breakdancer erobern mit einem Ohrwurm das Internet.
(…)
„‚E‘ steht für Elektrizität, ‚V‘ für den Chevy Volt und mich“ trällert eine Stimme im Hintergrund, während drei junge und etwas beleibte Frauen mit Wallemähne, Rüschenblusen, schwarzen engen Hosen und kurzen Stiefeln eine Art Aerobic vollführen.
So.
Wir merken uns die Stichwörter „füllig“ und „etwas beleibt“ und sehen uns den entsprechenden Clip an:
Meine Meinung dazu könnt ihr euch vielleicht denken.
*Dabei fällt mir ein: Bitte ruft mich NICHT unerwartet im Büro an und beginnt die Konversation mit den Worten „Ich komme gerade aus dem Krankenhaus!“. Das geht so nicht, da muss ich weinen und kann nicht mehr richtig arbeiten.