Geburtstags-Recap

So, ich habe zwar das ungute Gefühl dass meine Kopfschmerzen nicht wirklich weg sind, sondern mein Körper sie nur erfolgreich ignoriert, aber ich muss euch ja trotzdem sagen, was ich alles zum Geburtstag bekommen habe!

Ohne besondere Reihenfolge:

Couchtisch von meinen Eltern (wurde schon vor Wochen direkt hierher geliefert). Damit ich was zum Auspacken habe, hat meine Mutter mir aber ein Päckchen geschickt mit: gefühlten 100 Teelichtern – ein echtes Verbrauchsgut in meinem Haushalt -, drei Quitten, zwei Dosen Bratwurstgehäck von der Metzgerei der Diakonie Neuendettelsau (was soll ich sagen, ich bin Fränkin! Mein Körper verlangt sowas! Bratwurstgehäck und Lebkuchen. Natürlich nicht gleichzeitig.) und einem Geburtstagskuchen komplett mit Kerzchen. Außerdem ein zusammengerollter Zettel mit Schleife. Darauf stand: „Tisch“. 🙂

Von meinem Bruder und seiner Familie habe ich eine wunderschöne Wanduhr bekommen.

Von den zwei Billys von den zwei Michis hab ich euch ja schon erzählt. Die sind inzwischen auch schon fast ganz voll, was mich erstaunt und beunruhigt. Ich dachte eigentlich, mit fünf bis sechs großen Billys wäre ich für die nächsten Jahre gerüstet und müsste nicht gleich alles wieder in Doppelschicht in die Regale stopfen … naja. Es war ein schöner Traum.

Und apropos Billy, ich werde am Samstag vermutlich IKEA-Shoppen. Die haben Bettdecken in Komfortgröße zum halben Preis für Family-Kunden. Elende Marketingteufel! Schon auch klar dass so ein Deckenkauf zwangsläufig einen Bettbezugkauf nach sich zieht! Ich glaub, die machen das mit Absicht.

Von der lieben Naddel habe ich ein Paket mit einer IKEA-Gewürzmühle (lang erwünscht! Wird in Mannheim aus unerfindlichen Gründen nicht mehr verkauft), einem Paar weiß-pinker Pantoffeln, einer riesigen Duftkerze Geruchsrichtung Sugar Cookies (lecker!) aus Soja (auch das wollte ich schon EWIG mal!) und einer Seife bekommen. Die Seife ist so cool, der werde ich demnächst einen eigenen Eintrag widmen müssen.

Obwohl ich das nicht mag wenn meine Konsumgüter cooler sind als ich.

Von Caro, ehemalige Kollegin und eigenhändige Redakteurin des Card Collector, habe ich eine tolle Armbanduhr bekommen (Esprit Fairytale Black! Da ist doch schon der Name cool!).

Von Nina H. („Madame Apropopo„), ehemalige Kollegin, habe ich das coole Körperpeeling bekommen, dass ich sonst immer nicht erwische, weil das ja immer nur drei Minuten zu kaufen ist (VIELEN DANK, EINZELHANDEL, DU DEPP!).

So ziemlich das geilste Geschenk überhaupt kam von Bine: eine Bohrmaschine. EINE BOHRMASCHINE!!! Ich bin jetzt also offiziell erwachsen. Hach. Außerdem zwei Packungen Tee 1x Earl Grey, 1x Sternenstaub, von dem ich in diesem Moment eine Tasse trinke), drei Gläser selbstgemachte Marmelade (Nashi-Grüntee, Nashi-Grüntee mit Vanille, und das dritte weiß ich nimmer. Bine, wenn du das liest, kommentier das mal rein bitte), Pride & Prejudice auf DVD (man kann da viel besser zur Mr.-Darcy-Szene hinspulen als damals auf Video!) und Eine Frau – Ein Buch* und ein kleines Fläschlein Chiliöl.

Ich habe auch ein Bild von meinem Geschenke-Altar gemacht, aber das ist unerklärlich unscharf – und beim Bearbeiten ist der Computer abgestürzt.

Neid, denk ich mal.

Wenn ich es hinkriege, liefere ich das Bild morgen nach. Bis dahin: Macht’s gut, ihr Lieben!

Ach ja, die Alextravaganza-Charts haben wir ja zusammen abgehakt, aber was eigentlich bei mir auf Platz 1 stehen sollte, ist dieses Lied:

… das YouTube leider offline genommen hat, zumindest für Deutschland. Aber nicht verzagen, myvideo fragen (das auch doof ist, weil es meine Zugangsdaten nicht mehr akzeptiert, Gesockse): Little Jackie – The Whole World Should Revolve Around Me.

*Gerade sehe ich beim Einbauen des Links: Es gibt jetzt das Buch zum Buch „Eine Frau, ein Buch“ (und auch ein eigenes zu „Ein Mann, ein Buch“)! Ich zitiere aus dem Amazon-Blurb:

Das Buch zum Buch – Ein Notizbuch für Frau und Mann….

Ein Notizbuch für Frau und Mann, passend zu den Editionstiteln „Ein Mann. Ein Buch.“ und „Eine Frau. Ein Buch.“z ur Sammlung eigener Notizen, Skizzen, Bemerkungen und Einfälle. Nicht nur für Vergessliche, sondern für alle – jeden Tag. 160 Seiten kariert im Format 152 x 212 mm mit Zeichenband und einem Gummi zum Verschließen. Hardcover aus widerstandsfähigem Leinen für den Mann und aus 100% handschmeichelnder Viskose mit seidigem Glanz für die Frau.

Handschmeichelnde Viskose! Mit seidigem Glanz! Mein lieber Scholli. Wenn sie da jetzt mal nur „für die Dame“ geschrieben hätten, war das schon bestellt. Wozu hab ich denn Amazon Prime. Heut bestellt, gestern gekommen. So muss das sein.

Blärgh.

Das „Blärgh“ ist das Geräusch, das gerade meine ganze Seele macht.

Nach dem schönen Geburtstag und Geburtstags-Wochenende und den vielen tollen Geschenke hat sich das Leben bitter gerächt: Eine komplette Woche voll der Migräne.

Nennt mich Weichei, aber sowas saugt die komplette Lebensfreude aus mir raus.

Ich werde euch meine Geschenke in neiderregendem Detail vorstellen, sobald ich mehr als eine halbe Scheibe Toast und einen Schluck schwachen lauwarmen Tee bei mir behalten kann.

Außerdem werfe ich das Rezepte-Widget raus, mir wird’s schon vom Anschauen schlecht. Sobald ich was ähnliches mit ausschließlichem Schokoladencontent finde, kommt das rein!

Alextravaganza, Tag 37

Jetzt ist schon wieder was passiert. Herzlichen Glückwunsch.

Jetzt ist es also soweit. Ich habe Geburtstag. Ich fühle mich heute keinen Deut anders als gestern. Seltsam, weil mir erst gestern meine Kollegin vorgesungen hat „Du wirst morgen a-halt, du wirst morgen a-halt!“. Das muss ich mir also bieten lassen, von der Frau die mein Blog nicht findet, weil sie „apropopo“ schreibt. Sowas ist natürlich superpeinlich, darum nenne ich keine Namen (ist das nicht nett von mir, Nina H. aus W.?!)

Harhar.

Zu meinem Geburstag schenke ich euch den perfekten Popsong: Juxtapozed With U von den Super Furry Animals. Mehr als seltsam, dass das auf Platz eins ist, weil ich sonst gar nichts von denen mag. Da hilft es auch nicht, dass sie aus Wales kommen (Ja, ich habe ein Waliser-Problem, nein, ich will nicht darüber reden, vielen Dank. Bitte gehen Sie weiter, es gibt hier nichts mehr zu lesen.)

Natürlich springe ich prinzipiell immer auf so üppig arrangierte Lieder an. Da mach ich dann sogar für Waliser Ausnahmen.

Anyhoo. Perfekter Song. Zieht ihn euch rein.

Da fällt mir ein, dass ich dazu sogar eine Geschichte habe! Das war eines der ersten Lieder, die ich mir bei iTunes (iTunes, oh du segensreiche Erfindung!) runtergeladen habe. Vielleicht geht es euch auch so: Wenn ich eine so große Vielfalt vor mir habe, kann ich mich oft gar nicht entscheiden, und ich weiß auch auf Anhieb gar nicht erst, was ich will. Ich hab mir dann erstmal so ziemlich jedes Lied runtergeladen das mir je gefallen hat.

Juxtapozed With U hatte ich lange total vergessen. Ich wusste nur, da war doch so ein Lied, das war ganz super … kein Titel, kein Name, keine Melodie, kein Textfetzen, keine Erinnerung an das Video. Also eher wenig Hinweise.

Eines Tages sitze ich in Koblenz im Bus, auf dem Heimweg von ein bisschen entspanntem Samstagsshopping zurück auf die Karthause, als uns kurz vor dem Eck bei Fort Konstantin ein Auto entgegenkommt und die Sonne von den Scheiben reflektiert. Das ging mir genau in die Augen, und in diesem Moment fiel mir ein: Super Furry Animals. Juxtapozed With U.

Falls einer von euch Detektiv Conan kennt: Der hat auch immer so Geistesblitze, die werden im Anime mit einem scharfen Schnitt, aufgeteiltem Bildschirm, Lichtblitz und einem schicken Blitz-Soundeffekt dargestellt.

Ganz genauso war das bei mir. Ich bin mir bis heute sicher, dass diese Reflektion genau auf den Nervenknoten im Gehirn getroffen ist, hinter der sich die Erinnerung an die Animals versteckt hatte. Science can suck my scrotum.

Allerdings wundert es mich, wenn ich so auf die Alextravaganza-Playlist zurückschaue, dass Candy von Ash nicht dabei ist. Das ist auch so ein perfekter Song. Den habe ich irgendwann mal bei IKEA gehört, da war ich gerade in der Geschenkpapier-Korbwaren-Pflanzen-Abteilung, sprich: kurz vor Schluss.

Immerhin wusste ich da noch teilweise Fetzen des Textes, und irgendwann habe ich dann meinen talentierten Redaktionsleiter Björn gefragt, ob er das kennt. Er kannte. Wohlgemerkt, ichkonnte nur etwa vier Worte des Songtextes, und auf seine Frage „Was war denn so der Stil?“ konnte ich nur mehr als schwammig sagen:  „Mehr so bombastisch-rockballadig, aber irgenwie alternativ und brit-poppig …“.

Ich denke, es gibt nur wenige Menschen auf der Welt, die mit dieser unglaublich unhilfreichen Erklärung auf das richtige Lied gekommen wären. Einen davon hatte ich gefragt. Björn, du bist ein verdammter Musik-Gott.

Übrigens arbeitet Björn jetzt bei Perry Rhodan, der wiederum auch twittert – sehr lobenswert, mehrere Jahrtausende alt, aber immer noch aufgeschlossen für neue Technik, Web 2.0 und Social Media! Respekt.

Naja, moderater Respekt – für einen guten Social-Media-Auftritt müsste direkt auf der Homepage auf Twitter hingewiesen werden, und ein Facebook-Account müsste auch her. Aber das ist nur meine professionelle Meinung.

SO, was wollte ich mit der ganzen Geschichte sagen: Wenn ihr was wissen wollt, fragt! Nicht-Fragen ist der einzig wirkliche Fehler.

Oh, und komplett ohne Bezug zur Sache, aber aus aktuellem Anlass: Stellt gebrauchte Espresso-Tassen nicht so in der Küche ab, dass ihr sie erst nach einer Woche wieder findet. Die Zucker-Kaffee-Schlacke wird in der Zeit glashart und lässt sich nur noch schlecht entfernen.

Ach ja – Wer das literatische Zitat in diesem Eintrag erkennt und zuordnen kann, bekommt einen Preis! Und zwar eine Packung Lebkuchen aus der Hexenküche meiner Mama! Bei mehreren richtigen Antworten entscheidet das Los (also meine Willkür).

Alextravaganza, Tag 36

Unverzichtbare Backinformationen. Und vielleicht verrate ich ein geheimes Familienrezept.

Gleich zu Anfang mal wieder die Musik. Auf einem respektablen zweiten Platz treffe ich alte Freunde, nämlich James Ingram und Patti Austin mit Baby Come To Me.

Ein ganz besonders toller Song, und wenn der euch nicht gefällt, dann stimmt wie immer was nicht mit euch!:)

Also, Thema Backen. Ich habe schon immer gern gebacken, und am liebsten mache ich Hefeteig. Der schmeckt gut (roh genauso wie gebacken), ist unkompliziert, und ich kann ihn einfach gut. Das liegt meiner Meinung nach auch an meinen warmen Händen. Warme Hände machen guten Hefeteig.

Wenn ihr immer eher kalte Hände habt, konzentriert euch auf Mürbteig, Kalthandbäckern gelingt der gut. Verarbeitet man ihn zu warm, wird der Teig hart und spröde statt zart und mürbe. Nicht ohne Grund soll man den hurtig aus gekühlten Zutaten herstellen!

Mürbeteig von einer so richtig verfrorenen Frau hergestellt: Ein Gedicht. (Männer müssen sich ihre Hände vorkühlen, sonst haut das meist nicht so hin.)

Mürbeteig von mir: Meh.

Hefeteig von mir: Flauschig-flaumige Perfektion unter Zwetschgen (fränkische Hauszwetschge, die einzig wahre!), Zimt und Zucker, Öko-Sahne.

Was habe ich sonst noch in meinem Backleben gelernt? Hm. Rezept vorher ganz durchlesen, auf Plausibilität prüfen.

Achja!

Vertraut außerdem keinem Patisserie-Buch, das euch anleitet, das Stadium von gekochtem Zucker zu prüfen, indem ihr einen Löffel in die flüssige Masse eintaucht und versucht mit dem Finger einen Faden zu ziehen.

Ich weiß nicht, ob ihr hier das Problem seht … ?

Ich jedenfalls war 14 und dumm.

Jetzt bin ich 36 Jahre, fast 37, und weiß aus Erfahrung: kochender Zucker ist nicht nur, Überraschung!, kochend heiß, er klebt an Fingerspitzen auch verdammt gut.

Falls Interesse besteht, kann ich euch demnächst hier mein Rezept für meinen Obst-Schmand-Kuchen verraten. Zwar kein Hefekuchen, hat mir aber trotzdem schon zwei Heiratsanträge eingebracht!

Einen davon sogar von einem unverheirateten Mann, der zählt also echt!

Alextravaganza, Tag 35

Erfolgsmeldung. Sicherheitsbedenken. Einrichtungstipps.

So, was euch bestimmt am allermeisten interessiert: meine Billys stehen. Eigenhändig zusammengebaut und aufgestellt. Mich beunruhigt, dass sie schief stehen – liegt entweder am Boden oder an der Wand. An meinem Zusammenbau kann das jedenfalls unmöglich liegen. Ich werde die nächsten Tage auf jeden Fall mit dem Umverteilen meiner Bücher verbringen. Und hoffen, dass nichts zusammenbricht, weder Regale noch Wände.

Bevor wie zu meinem gewohnt hochkarätigen Tipp kommen, haken wir erstmal die Alextravaganza-Charts ab: Die Hitparaden-Bronze-Medaille geht an The Beautiful South mit Everybody’s Talkin‘.

Wie der Zufall es so will, passt meine Weisheit zu den Billys: Es geht ums Einrichten.

Wenn ihr in eine neue Wohnung zieht, lasst euch ruhig ein bisschen Zeit mit dem Einrichten. Das soll nicht heißen, dass ihr mit nicht mehr als einem Koffer, einer Luftmatratze und einem Fernseher umziehen sollt (hab ich gemacht, war nicht so toll). Aber es muss nicht alles sofort perfekt sein.

Bevor ich nach Lampertheim gezogen bin, habe ich in Koblenz in einer 26-qm-Souterrain-Wohnung gewohnt. Tendenziell eher dunkel. Als ich dann hier in diese helle große Wohnung gekommen bin, wollte ich alles nur in Weiß. Alles hell. Nur nichts Dunkles. Aber natürlich hatte ich nicht genug Geld für die komplette Einrichtung, und das war auch gut so. Ich würde sonst nämlich in einer sterilen weißen Hölle wohnen.

Inzwischen hat sich das eingependelt, und ich kann Farben in meiner Wohnung zulassen. Ich habe sogar (*gasp*) dunkelblaue Gardinen im Wohnzimmer. Mindern meine Wohnqualität nicht im Geringsten.

Durch das Warten habe ich auch meine Wohnung ganz gut kennengelernt, und ich finde, das macht das Einrichten einfacher – ich habe ein Gefühl dafür bekommen, was die Wohnung braucht.

Viele meiner Wohnträume haben sich so von selbst erledigt. Im Austausch können meine Wohnung und ich sehr gut miteinander leben.

Und ja, es stimmt, ich habe immer noch keine Küche, aber ich arbeite daran bzw. spare darauf hin. Wer IKEA-Geschenkkarten-Gewinnspiele kennt, darf die Informationen also gern in den Kommentaren hinterlassen. Ich akzeptiere auch Gewinnspiele von anderen küchenführenden Möbelhäusern!