Louie hat Geburtstag

Louie hat heute Geburtstag. Er wird 14.

Nach seiner Operation und der Krebsdiagnose im vergangenen Dezember hatte ich furchtbare Angst, dass er mir gleich wegstirbt. Tatsächlich geht es ihm aber momentan besser als je zuvor. Er interessiert sich für alles und ist immer und überall mittendrin. Wenn ich Sachen aus der Handtasche hole, muss er sich das ansehen, und er muss alles inspizieren, was ich esse.  Außerdem (wie schon in Vorher-Nachher-Sonntag erzählt) klettert er jetzt noch mehr als vorher auf und in und hinter alles, auf und in und hinter das er irgendwie kommt. Seit neuestem springt er sogar auf die Oberschränke in der Küche.

Louie auf dem Oberschrank

Sehr schön: Der Gesichtsausdruck. “Vielleicht habe ich das nicht ganz durchdacht.”

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Vorher-Nachher-Sonntag

Ich gebe zu: In meiner Wohnung ist praktisch noch kein Raum so, wie er meiner Meinung nach sein sollte. Aber ich wohne ja auch noch keine fünf Jahre hier. Jedenfalls habe ich heute in meinem Wohnzimmer minimal umgeräumt, und jetzt ist gleich alles viel besser. Baby steps.

UND es gibt sogar eine Art Vorgeschichte dazu. Mein Kater Louie ist seit seiner Operation noch viel abenteuerlustiger und aufgeweckter. Neulich hat er sich neues Gelände erschlossen: das Sechziger-Jahre-Regal über dem Fernseher. Auf dem ich extra meine Porzellandamen aufgestellt hatte, weil sie “da ja sicher sind vor dem Kater”.

you shall not pass

(Hastiger Handy-Schnappschuss)

Ich finde es lustig, dass die eine Figur sich dem Kater in den Weg zu stellen scheint. Tatsächlich hat er sie vorher beim Vorbeitigern gestreift und dabei gedreht.

Vom Vintage-Regal ist es nur noch ein Katzensprung auf das Bücherregal, von dem er jetzt sogar aufs Sofa (das dem Fernseher direkt gegenübersteht) springen kann – zumindest seit ich eine größere Zimmerpflanze umgestellt habe, an der er nicht vorbeigekommen ist.

Im Interesse der Sicherheit habe ich also ein bisschen umgeräumt – was ehrlich gesagt schon lange nötig war.

Vorher:

vorher

Nachher:

nachher

Ich habe das Besta-Teil einfach durch einen Vierer-Expedit ersetzt, den ich schon hatte, der aber bisher in einer eher versteckten Wohnzimmerecke sein Dasein fristete. Und wo ich das jetzt schreibe, fällt mir ein, dass ich den da hingestellt habe, weil der Kater gerne an den Körben kratzt. Naja, schaumermal.

Eigentlich müsste ich mal die Kabelsituation in den Griff bekommen, aber dafür müsste ich die drei vollgestopften Billy-Regale aus- und wegräumen, hinter denen die Steckdose ist. Dafür braucht man ENORM starke Motivation. Aber ich bin auch jetzt schon extrem zufrieden – 15 Minuten Arbeit, schönes Ergebnis.

Die Porzellandamen stehen jetzt übrigens im Bücherregal, wo Louie nicht hinkommt. Bisher zumindest.

Der Kater und der Krebs

Ich habe schon sehr lange nichts mehr vom Kater erzählt. So ist das halt, wenn das Tier Teil des Alltags wird. Er ist immer noch supergoldig, ich mache immer noch viele Bilder, und meine beste Freundin findet immer noch, das Tier habe einen “Mörderblick”. Pff. So ein Schmarrn.

Kein Fan der Halskrause

Im November war ich mit Louie bei der Tierärztin, um ihn impfen zu lassen. Dabei erwähnte ich, dass der “Knubbel”, der er unter der Haut an der Seite hat (und zwar schon seit er im August 2014 eingezogen ist), sich verändert hat. Vorher war er glatt und rund, jetzt war irgendwie anders. Es stellte sich heraus, dass so etwas bei Katzen immer entfernt werden muss; bösartige Tumore großzügiger als gutartige, aber raus muss so etwas auf jeden Fall.

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Die Sache mit Vodafone

Jetzt mit Update!

Meine Nachbarn sind im Oktober 2014 aus Ungarn nach Neuburg gezogen. Im November haben sie einen Vertrag mit 1&1 abgeschlossen, für Telefon und Internet. Damit lief alles ganz problemlos, und das ist auch nur die Vorgeschichte.

Screenshot Tweet Vodafone

 

Dieses Jahr nun wurden meine Nachbarn von einem Herrn G., einem Vertriebsmitarbeiter von Vodafone, richtiggehend belästigt. Er hat sie nicht nur mehrfach besucht, sondern auch oft angerufen, um sie dazu zu bewegen, einen Vertrag bei Vodafone abzuschließen. Meine Nachbarn erzählten ihm, sie könnten noch gar nicht wechseln, sie seien bis November 2016 an 1&1 gebunden. Daraufhin meinter Herr G., das sei gar kein Problem, sie könnten durchaus sofort zu Vodafone wechseln, das sei dann „alles kostenlos“, bis der Vertrag mit 1&1 endet. Alles kostenlos, Geräte alle kostenlos, und bei dem Vertrag war dann auch gleich Fernsehen über Kabel Deutschland dabei, inklusive dreier ungarischer Fernsehsender (tatsächlich ist aber wohl nur ein ungarischer TV-Sender enthalten).

Die Nachbarn ließen sich breitschlagen und schlossen gegen Ende September einen Vertrag ab.

Mitte November: Vodafone bucht vom Konto der Nachbarn 99,65 Euro ab. Das ist natürlich eine eigenwillige Definition von „alles kostenlos“.

Die Familie bat mich, ihnen bei der Sache zu helfen. Als erstes rief ich natürlich bei Herrn G. an, der meinte, das könne er sich gar nicht erklären. Nach einigem Grübeln meinte er, das könnten natürlich die 59,99 Euro Bereitstellungsgebühr sein, und dann kämen da noch die monatlichen Kosten von 9,99 Euro für das Fernsehen dazu, aber weshalb das knapp 100 Euro sein, wusste er auch nicht.

Ich habe ihn gebeten, da mal nachzuforschen (weil die Nachbarn natürlich auch keinerlei Rechnung erhalten hatten) und mich dann zurückzurufen.

Fünf Tage später dann sein Rückruf. Er erklärte mir, dass sich der Betrag tatsächlich aus der Bereitstellungsgebühr („Da sind die Geräte enthalten, also der Router, die SmartCard und so weiter, und natürlich die Arbeit von mir und von meinem Kollegen, wir waren ja extra da!“) und dem monatlichen Betrag von 29,99 Euro zusammensetze. Den müssten meine Nachbarn ja auf jeden Fall zahlen, und weil das tagesgenau abgerechnet werde, und der abgerechnete Zeitraum eben länger als ein Monat sei, könne das diesen Betrag ergeben. Die Nachbarn könnten aber Geld sparen, indem sie den Virenscanner stornieren, der koste 2,99 Euro pro Monat. Davon rate er aber ab, weil so ein Virenscanner schon wichtig sei!

Wie gesagt, es sollte ja „alles kostenlos“ sein, auch die Geräte (speziell den Router wollten die Nachbarn eigentlich gar nicht, weil sie schon einen eigenen hatten). Ich war mit dem Gespräch und der Information extrem unzufrieden, und natürlich musste ich das Vodafone und auch sonst jedem mitteilen. Wozu sind Unternehmen denn sonst auf Twitter unterwegs?

Der Vodafone-Account reagierte auch löblich prompt:

Ich habe mich also an den Service-Account gewendet, dort alles erzählt. Ich habe das Service-Team genau informiert, Kundennummer, Vertragsnummer, Namen, und was bekomme ich als Antwort? „Leider kann ich anhand dieser Daten kein Vodafone Kundenkonto zuordnen. Kannst Du mir die zugehörige Rufnummer nennen?“ Ich habe alle Rufnummern mitgeteilt und bekam am 19. November zur Antwort: „Wir kümmern uns gern um Dein Anliegen und melden uns dann bei Dir. Bitte hab noch ein wenig Geduld.“ Am 23. November habe ich nachgefragt, ob sich denn schon etwas ergeben hätte. Bis heute habe ich gar keine Antwort erhalten. Gar nichts. Nicht mal ein „Wir sind dran, bitte noch ein bisschen Geduld.“ Seit fast einer Woche keine Reaktion vom „Vodafone 24h Service“.

Update:

Am 26. November (Wir erinnern uns: am 18. November schrieb ich den ersten Tweet in der Sache) meldete sich der “Vodafone 24h Service” wieder bei mir:  Da es sich nicht um meinen Vertrag handelt, benötige man einen Vollmacht.

Mich stört das mit der Vollmacht nicht im Geringsten. Ich finde es aber einen ganz schwache Kundendienstleisteung, erst mal eine Woche verstreichen zu lassen, bis danach überhaupt gefragt wird! Das hätte natürlich eine der ersten Fragen von Vodafone sein müssen.

Ich habe das Vollmachtsformular heruntergeladen, von meinem Nachbarn unterschreiben lassen und es am 27. November Vodafone geschickt. “Wir prüfen das und melden uns bei Dir.”, hieß es.

Am 2. Dezember (!!!) dann die Information: “Danke für die gesendete Vollmacht. Ich habe den Sachverhalt an das Beschwerdemanagement übergeben. Die Kollegen werden alles prüfen und sich mit Dir/Deinen Nachbarn in Verbindung.”

Am 7. Dezember: “Ich habe die Rückmeldung erhalten, dass die Kollegen sich mit Deiner Nachbarin in Verbindung gesetzt haben und alles klären konnten.”

Das klingt super, so hilfreich und kompetent und als hätten zwei Menschen miteinander gesprichen. Tatsächlich aber haben die meinem Nachbarn einfach nur einen Brief geschrieben, in dem sie es ihm gnädigerweise erlauben, aus dem Vertrag frühzeitig auszusteigen.

Kein Wort darüber, was da falsch gelaufen ist.

Kein Wort darüber, weshalb der Vodafone-Kollege Herr G. so eine harte Drückertour fährt.

Keine Entschuldigung,

Kein garnix.

Armselige Vorstellung.