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Adventliche Produktempfehlungen

Also gut, mit Advent hat’s nicht wirklich was zu tun. Da müssen wir aber einfach alle durch, und dann wird alles gut.

Momentan begeistert mich mein Brita-Wasserfilter (Modell Marella, und ich hab das in rot, Leute, in ROT!) unglaublich. Ich hab den jetzt seit zwei Monaten, und ich musste meinen Wasserkocher noch kein einziges Mal entkalken. Vorher: spätestens alle zwei Wochen. Ich habe den zum Testen bekommen, und bin jetzt tatsächlich konvertiert. Auch wenn ich die günstigeren dm-Kartuschen dafür kaufe.

Auch gut: Die Nuss-Riegel Sirius von Lidl. Gibt es in verschiedenen Versionen, mit Aprikose oder Cranberry oder „Joghurt“-Glasur (?). Ich esse immer die Haselnuss-Mandel-Pecannuss-Version. Nix für Allergiker, aber solange ich nicht mit so einem liiert bin, kann ich das problemlos verantworten.

Gute Creme: Die Sheabutter-Arganöl-Creme von Florena. Ich hab mir neulich so ein putziges kleines Probetöpflein gekauft, und was soll ich sagen – die ist super. Wird zwar für SEHR TROCKENE HAUT vermarktet, macht aber meine nur wintertrockene Haut enorm samtweich. Ganz ohne speckig zu glänzen. Respekt.

Kosmetiktipp Nr. 2: Hildegard Braukmann. Seit längerer Zeit begeistert mich ja die überirdisch befeuchtende Erfrischungsmaske, und jetzt habe ich mir auch die Augencreme gegönnt. Die wirkt ganz ausgezeichnet gegen trockenes Spannungsgefühl ums Auge herum. Mich stört nur die arg pastöse Konsistenz. Fühlt sich ein bisschen so an als würde man Penatencreme aufspachteln. Aber für die Wirkung nehme ich das in Kauf.

Apropos garnix: Ich verzehre mich nach einer Fendi Spy, alternativ einer Hanna von Bree (ach, was heißt hier alternativ, ich will beide!). Was ist nur los mit mir? Diese Handtaschenlust ist doch nicht normal.

Ich sage euch an den zweiten Advent

Natürlich wünsche ich euch allen einen schönen, stimmungsvollen, besinnlichen (oder heiteren, oder beides, je nach persönlchem Geschmack) zweiten Advent.

2. Advent

Ich sitze gerade hier auf dem Sofa, esse Lebkuchen (von meiner Mama handgebacken) und trinke den guten Vanilletee von Mariage Freres.
Das habe ich mir auch mehr als redlich verdient, nachdem ich schon den ganzen Tag letzte Weihnachtseinkäufe tätige (naja, fast letzte) und Weihnachtskarten schreibe.

Ich habe mich in einem meiner seltenen Anfänge von Wahnsinn in die Mailingliste für so einen verschwurbelten Weltverschwörungstheoretikernewsletter eingetragen. Mich nervt ja schon, dass der Versender so vertraulich als „Christoph“ erscheint im Posteingang. Das ist mir fast ein bisschen zu plump intim. Möglicherweise eine Alterserscheinung.
Jedenfalls.

Ich muss mich immer tierisch aufregen wenn ich den Newsletter bekommen (also die zweimal bisher).

Dieses Mal hat er die 100-Affen-Kamelle aus der Schwurbelkiste rausgekramt. Ich brauch nix drüber erzählen, das kann Wikipedia viel besser, komplett mit Entzauberung, aber was mich ja so ärgert sind solche Dinger:

Doch das Überraschendste für die Wissenschaftler war, dass die
„Mode“ Süßkartoffeln zu waschen ÜBER DAS MEHR sprang.
Affenkolonien auf ANDERER INSELN und die Affenpopulation von
Takasakiyama auf dem Festland begannen, ebenfalls ihre
Süßkartoffeln zu waschen.

LERN SCHREIBEN, DU DEPP! DAS HEISST „DAS MEER“!  Gna, ich weiß gar nicht wo ich da anfangen soll. „Auf ANDERER INSELN“. Hrmpf.

Herrgottsack. Sogar wenn ich gutrecherchierte Tatsachen bringe, schieß ich meiner Glaubwürdigkeit ohne Rechtschreibung und Interpunktion ins Knie. Bei so albernem Geschwätz wäre das noch wichtiger. Leute wie der bringen den ganzen Berufsstand der Pseudowissenschaftler in Misskredit!

Themawechsel.

Mein Hibiskus meint offensichtlich, Dezember wäre ein guter Moment um mal wieder mit seinen schamlos karibischen Blüten zu protzen.

hibiskus

Apropos garnix. Ich hab gestern meine Schlafzimmervorhänge nochmal ordentlicher umgenäht als beim ersten Mal. Und wieder zeigt sich: Meine heißgeliebte Wohnung ist schief. Ich hatte schon in der Küche diesen Eindruck, als ich meine Lupin-Jalousien angebracht habe. Egal an was man sich orientiert, an der Decke oder an der Fensterkante oder an der Wasserwaage, immer sieht es schlussendlich schief aus.
Eigentlich hab ich das schon beim Streichen der gruselblauen Schlafzimmerwand gemerkt – mein geradliniges Überstreichen ließ immer noch blaue Ränder stehen.
Jetzt also auch bei den Vorhängen wieder das Drama – trotz ausgiebigem Messen, Nachmessen und Prüfmessen – ein Vorhang ist „länger“ als der andere, sprich: stößt auf dem Boden auf. Natürlich kommt man als Wasserwaagenfanatiker mit dieser unheilvollen Kombination aus schiefer Wohnung, IKEA-Vorhangstange und IKEA-Vorhang auf keinen grünen Zweig.
Wahrscheinlich auch wieder so eine Weltverschwörung.
Übrigens bräuchte ich einen Mann im Haus. Es gibt hier Spinnen in der Zimmerecke (ok, EINE Spinne) und der Keller ist mir auch unheimlich. Bewerbungen bitte hier über die Kommentarfunktion oder über aproposgarnix@email.de. Gerne auch mit Referenzen.

Ich sage euch an den ersten Advent

Ich wünsche euch allen einen schönen ersten Advent!

1. Advent

Extra für euch und gar nicht für mich hab ich gestern Abend schon mal die erste Kerze angebrannt. Rein aus fototechnischen Gründen natürlich.

Im Ganzen sieht mein Adventsgesteck so aus:

Adventsgesteck 2009

Das Bild hab ich meiner Mutter gemailt, als Antwort auf IHR Adventsgesteckbild. Sie arrangiert sich das gerne selbst, und die Gestecke sehen jedes Jahr komplett anders aus. Dieses Jahr hat sie ganz offensichtlich nicht die traditionellen  Stumpenkerzen gewählt, sondern Leuchterkerzen. Anhand des Bildes kann ich auch sehen, dass das Gesteck auf einem Tisch vor der großen Fensterfront im Wohnzimmer steht.

Fensterfront. Südliche Ausrichtung. Kerzen. Aus Wachs.

Was passiert also?

Ganz genau, das hier:

Advent bei Cthulhu

Ich habe ihr geantwortet und gemeint, Geschmack sei ja was sehr Individuelles, und ich möchte auch nicht unhöflich sein, aber das sähe ja schon aus wie eine außerirdische Lebensform. Quasi eine adventliche Alien-Ausgeburt.

Das Bild von meinem Adventsgesteck habe ich, wie erwähnt, angehängt.

Heute morgen mailt mir die Frau zurück mit den Worten:

stinklangweilig kanns jeder

Pf.

Ich glaub ich muss hier eine eigene Kategorie für meine Mama anlegen.

Ich wünsche euch allen einen schönen ersten Advent!

Gah. Neuer Aufreger.

Heute gefunden, im Zuge der Bewertung der anonymen Geburt vom Deutschen Ethikrat (und ich zitiere aus dem Kopf, weil ich den Zugang zu dem Medizinfachblatt nur auf der Arbeit habe):

Frauen die einen Neonatizid erwägen weisen praktisch immer  einen Mangel an Problemlösungsstrategien und Kommunikationsfähigkeit auf.

Ja was, echt, wirklich?

Ich weiß nicht was mich da mehr aufregt, die kapital-arschlochige Ausdrucksweise oder die enorm banale Binsenweisheit, der damit so ungelenk Ausdruck verliehen wird.

Ich schau morgen nach und ersetze es durch das Originalzitat. Komplett mit Quelle und E-Mail-Adresse zum Beschweren.

Ich weiß nicht wie Leute täglich bloggen können, die nicht mindestens ein Dutzend wissenschaftlicher Informationsdienste im Feed Reader haben. Wenn ich mich nicht aufrege, dann fließen meine kreativen Säfte mal grad garnicht.

ETA: Ich habe das Originalzitat gefunden. Hier also im Kontext und Wortlaut:

Im vergangenen Jahr hatte der Ethikrat bei einer Anhörung überwiegend kritische Stimmen zu Babyklappen und anonymer Geburt gehört: So äußerte Professor Anke Rohde von der Abteilung Gynäkologische Psychosomatik an der Universitätsfrauenklinik Bonn erhebliche Zweifel, ob Frauen, die ihre neugeborenen Kinder töten oder aussetzen, überhaupt von Angeboten anonymer Kindesabgabe erreicht werden. Die Frauen, die einen Neonatizid erwägen, zeigten „praktisch immer Defizite bei Problemlösestrategien sowie Kommunikationsdefizite“. Eine Ausgangslage, die mit der zielgerichteten Abgabe eines Kindes in einer Babyklappe nicht vereinbar sei. In der Konsequenz, so Rohde, würden Fälle von Kindstötung durch diese Angebote nicht reduziert.

VERRECKT DOCH ALLE!

Ja, auch das wieder eine meiner krassen Überschriften. Ich mag die, und ihr mögt die auch, sonst wärt ihr ja nicht hier.

Vor etwas über eine Stunde habe ich Folgendes getwittert:

Ich hoffe alle Callcenterleute VERROTTEN ganz langsam & schmerzhaft von außen nach innen, anfangend bei den Zehen und Fingern!

Falls ich Callcenterleute (nein, die sind mir nicht mal Bindestriche wert!) unter meinen Lesern sind: Sorry. Aber da müsst ihr euch halt mit den Beschissensten eurer Kollegen über den gleichen Kamm scheren lassen; Polizisten und Ausländern geht’s auch nicht anders. Wenn ihr also nicht von der Arbeitsagentur in diesen Job gepfercht wurdet, dann muss ich euch sagen: Ihr seid der eitrige und doch verstopft-furunkelige Ausschlag am Arsch der Menschheit.

Kurz die Geschichte (so kurz ich eben kann. Holt euch ruhig noch erst mal eine Tasse Tee, ich warte so lange):

Mein Telefon klingelt. Im Display keine Nummer, aber ich erwarte einen Anruf von jemandem, bei dem das von Haus aus schon mal vorkommen kann. Ich gehe also ran.

„Guten Abend, hier ist (Name) von (Firma) (und nein, ich anonymisiere nicht, wenn ich die Callcentergeräuschkulisse höre, schalte ich eh immer gleich auf Durchzug). Sie spielen ja bei uns mit, und da wollte ich fragen …“

Ich: bringe sofort mein übliches „Da muss ich Sie gleich unterbrechen, ich spiele nicht mit/bin nicht/will nicht“-Sprüchlein (je nach Sachlage)

(Name): „Doch, ich habe hier die ausgefüllte Anmeldung!“

Ich, lauter: „ICH SPIELE BEI NICHTS MIT!“

(Name): „Doch, das läuft noch bis März und …“

Ich, (Name) unterbrechend: „Ich spiele bei nichts mit, schönen Abend noch!“

(Name), blitzschnell: „Ich wollte nur wissen, ob ich die Verlängerung stornieren soll! Aber wenn Sie das behaupten, dann lass‘ ich das extra weiterlaufen, die unterschrieben Einzugsermächtigung hab ich ja!“*

Ich: lege auf.

Leider war es da schon zu spät für meine gute Laune vom erfolgreichen Arbeitstag.
Ich verwende gerne in Extremsituationen mal die Ausdrücke „Arschsack“ und „Dreckswichser„. Es ist traurig, dass das meine besten Ausdrücke sind, weil die reichen für solches Gesindel gar nicht aus. Auch nicht SumpfnomadeZahnfleischpolack und Achselschweißgurgler. Das wäre eine Beleidigung allen Sumpfnomaden, Zahnfleischpolacken und Achselschweißgurglern gegenüber. Von Schiffschaukelbremsern ganz zu schweigen!

Ich hab mich umgehendst im Chat bei Freundin und Ex-Kollegin Caro beschwert, und meinte: Ich hätte den sofort anschreien und/oder in seiner Männlichkeit beleidigen müssen. Hätte vermutlich auch nichts geholfen, aber ich hätte mich besser gefühlt.

[18:34] Caro: fürs nächste mal merken, zettel nebens telefon legen LOL
[18:34] Alex: Call-Center-Checkliste: 1. Namen verlangen; 2. In der Männlichkeit beleidigen (alternativ bei weiblichen Anruferinnen: sie „fett“ nennen)
[18:34] Alex: LOL
[18:35] Caro: entweder „fett“ oder „boah ey, ich sehs von hier aus, dass ihr nagellack gar nicht zu ihren schuhen passt!“
[18:35] Alex: UUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUH
[18:35] Alex: JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA
[18:35] Alex: DER ist gut!!!!!
[18:35] Alex: *merk*
[18:36] Caro: bitte, ich stells dir gern kostenfrei zur verfügung – aber ab dem nächsten angebrochenen monat kostets dann was, das 14-tägige widerrufsrecht ist übrigens gestern verstrichen

Ich sag’s euch, man ist nirgends vor denen sicher.

*Dass ich an nichts mit Laufzeit teilnehme und keine Einzugsermächtigung unterschrieben habe brauch ich euch nicht zu sagen, oder?