Alle Beiträge von Alexandra

Alextravaganza, Tag 12

Wahlnachwehen. Gute Musik. Schmalzige Musik. Alles so lala.

Tja, das war ja wohl nicht so die allumwälzende Wahl, die wir uns vorgestellt/erhofft hatten. Schau mer mal, wie das wird.

Auf dem 26. Alextravaganzachartsplatz (ein Wort dass man nicht oft genug verwenden kann!) finde ich Another Day von Jamie Lidell. Das habe ich übrigens über die üblichen nicht mehr nachvollziehbaren Wege auf YouTube gefunden – „related“, vielleicht?

Das Seltsame ist: Ich könnte schwören dass das damals ein anderes Video war. Aber egal, Lied bleibt gleich gut.

Apropos Musik. Ich stelle bei mir fest, dass richtig gute Musik zum Wohlfühlen ist oft die Musik, für die man sich in der Öffentlichkeit schämen würde und müsste – Air Supply, Barry Manilow, Tom Jones (All Mine! Stripmusik vom Feinsten!) (kann ich mir vorstellen, probiert hab ich das natürlich nie! *hüstel*)

Kostprobe mit authentischem 80er-Jahre-Styling im „Video“: Air Supply mit Even The Nights Are Better.

Hach, ich schmelz dahin.

Freunde der Nacht, das ist nicht lustig, wenn man so einen schmalzigen Musikgeschmack hat. Ich habe eine eigenen Playlist eingerichtet – „extra slushy“ – und mit dem Namen hab ich nicht übertrieben. Ihr wollt gar nicht wissen, was da alles drin ist.

Alextravaganza, Tag 11

Ich habe den Sonntagsblues.

Heute fange ich gleich mal mit den Alextravaganza-Charts, Platz 27, an: Ignition (Remix) von R. Kelly (der eigentlich Robert Sylvester Kelly heißt, wie Wikipedia austratscht. Wieder eines der elenden Un-Videos, deshalb einfach laufen lassen und derweil meinen Post weiterlesen.

Freut euch übrigens auf morgen, da kommt was ganz besonders Tolles in den Charts 🙂

So, zurück zu meinem Sonntagsblues.

Sonntag ist der blödeste Tag in der Woche, ich weiß nicht warum. Ich bin ja eine sehr positive und ausgeglichene Person, aber manchmal hab ich einfach so üble Durchhänger.

Zu unser aller Glück habe ich auch für solche Situationen etwas gelernt:

Schlimme Zeiten gibt es immer wieder mal. Die gehen vorbei. Selbstmordgedanken (zu denen ich Gottseidank sowieso nicht neige) lassen sich gut im Zaum halten, indem man Lotto spielt. Ideal: Ein Quicktipp für einen Euro. Die Zahlen kennt man nicht, man darf die auch nicht anschauen. Den Lottoschein dann erst spät kontrollieren lassen. So kann man den angedachten Selbstmord immer auf nach der Ziehung bzw. nach dem Nachsehen verschieben. Nicht dass man sich die Pulsadern aufmacht (der Profi schlitzt übrigens längs, nicht quer) und erst hinterher merkt, dass man den Jackpot geknackt hat. Wie scheiße wäre das denn?!

Wenn euch dieser Tipp nicht hilft und Selbstmordgedanken euch plagen: Geht zum Arzt. Depressionen sind keine Schande, sie sind eine Krankheit. Mit Grippe oder Zahnschmerzen geht man schließlich auch zum Arzt. Euch kann geholfen werden.

Apropos Lotto: Ich hab nichts gewonnen. Und wo ich das jetzt tippe, fällt mir doch tatsächlich ein, dass ich den Schein noch gar nicht kontrolliert habe. Hm. Ein Kleingewinn wär also noch drin!

Ich persönlich steigere meine Laune gerade durch Kleiderschrankumarrangieren und Pastasaucenkochen. Positiver Nebeneffekt: Quasi-geriatrisches Gemüse wird sinnvoll verwendet. Entsorgt willl ich nicht unbedingt dazu sagen.

Und wie durch ein Wunder habe ich eine (in Worten: EINE) ganze Zwiebel kleingeschnitten – ohne Blutvergießen. Erstaunlich. Normalerweise bin ich schon nach der ersten Hälfte so am Heulen, dass ich die zweite Hälfte blind und daher eher ungezielt hacke.

Natürlich gibt es dabei Kollateralschäden, das ist klar. An guten Tagen ist es nur ein Stück Fingernagel.

Heute aber: Komplett menschenteilfreie Pastasauce! Nur aus Zwiebel, Hackfleisch, Paprika, Tomaten, Tomatenmark, Gewürzen …

Nehme ich morgen auf die Arbeit mit, als Sauce für die dreifarbigen Trottole.

Ha. Und schon ist der Anflug von schlechter Laune weg. So einfach kann’s manchmal gehen. Kochen (und waschen und bügeln und Schlafzimmer aufräumen) hat mir geholfen. Ich bin aber auch einfach aufzuheitern, das ist weithin bekannt.

Natürlich war ich heute wählen, kurz nach 9, und da war direkt eine kleine Schlange! Ich kann mich nicht erinnern, dass ich schon mal zum Wählen (beim „Urnengang„, wie man ja wohl sagen muss, damit man im gleichen Text nicht mehrmals Wahl/wählen stehen hat) anstehen musste … Ich hoffe, das ist ein gutes Zeichen.

Alextravaganza, Tag 10

Gute Laune! Eklektische Lektüre! Wahlvorfreude!

Hach Kinder, ich bin heute so entspannt und gut gelaunt, ich kann gar nicht anständig bloggen.

Um das übliche Muster mal zu durchbrechen gibt’s heute gleich vorneweg Nummer 28 der Alextravaganza-Charts: Quando Quando Quando. Das fand ich schon immer traumhaft schön, und auf meiner Playlist herrscht die Version von Michael Bublé und Nelly Furtado. Dafür habe ich kein offizielles Video gefunden – fast wollte ich sagen „leider“, das wäre aber gelogen, denn: die Suche hat mich zu diesem Juwel geführt:

Geil ist schon gar kein Ausdruck mehr dafür.

Rasanter Themenwechsel.

Aktuell lese ich übrigens folgende Bücher:

Beyond Heaving Bosoms: The Smart Bitches‘ Guide to Romance Novels
von Sarah Wendell und Candy Tan

Black Wind von Clive Cussler und Dirk Cussler

Got You Back von Jane Fallon

Jonathan Strange & Mr Norrell von Susannah Clarke

Silver Falls von Anne Stuart

A Snowball in Hell von Christopher Brookmyre

Quicksilver von Neal Stephenson

One Good Man von Alison Kent

(Ich frage mich, ob das irgendein stimmiges Persönlichkeitsbild ergibt. Sind hier zufällig ein paar Psychologen im Publikum?!)

Fünf von den Büchern gehören nicht mir, sondern sind geliehen. Gute Freunde erkannt man ja unter anderem auch daran, wie sie auf die panische Äußerung „Ich hab nix mehr zu Lesen!“ reagieren. Sabine, die besteste Freundin auf der ganzen Welt, bringt mir daraufhin immer Büchermengen im zweistelligen Bereich. Ha, meine Freundin, nicht eure, ellerbätsch (Naddel, für dich gilt das natürlich nicht :))!

Und bevor ich’s vergesse: GEHT WÄHLEN!

Ansonsten, ihr wisst es ja inzwischen: Asoziales Gesockse.

Und nur weil ich es so lustig finde:

www.icanhascheezburger.com

Lebkuchenupdate: Ich habe heute ein Gebinde Lebkuchen beim Aldi mitgenommen. Innen drin sind drei Packungen à sechs Lebkuchen, mit jeweils zwei von jeder Sorte. Das bedeutet natürlich, dass ich einen Verlust von sechs Lebkuchen pro Packung habe, weil ich die mit Zuckerguss ja nicht esse. Abgesehen davon sind die LK durchaus ok, sie sind von BURG Lebkuchen in Nürnberg. Ich stärke also mit meiner Sucht die heimische Industrie, dass ist ja dann in Ordnung.

Die glasierten werde ich dem Herzlosen Wesen mitbringen, vielleicht mag sie die ja. Was mich dazu bringt, dass meine Kommentatoren recht frech sind! Normalerweise freut sich die Bloggerin ja wenn es Kommentare gibt, aber irgendwie sind die Leute bei den anderen Blogs nicht so vorlaut.

Ich mach irgendwas falsch.

Neue Regel: In Zukunft gibt’s für unverschämte Kommentare was auf den Hintern. Michi, ich weiß du magst das gern – für dich denk ich mir also was anderes aus 😛

Alextravaganza, Tag 9

Gotteslästerung! Seefisch! Ananas, Mango, und Ingwer! Chemistry!

Heute mal wieder was kurzes, weil gestern alles ein bisschen aus dem Ruder gelaufen ist, längentechnisch.

Deshalb in aller Kürze (na, so kurz es eine Schwätzerin wie ich halt hinkriegt) und Prägnanz: Glaubt nicht alles. Schon gar nicht alles was „die Kirche“ oder „der Papst“ sagen. Der Papst ist, bei allem Respekt vor einem hochgebildeten Geistlichen, ein älterer Herr, der von einer Gruppe anderer älterer Herren in einem mittelalterlichen Ritual gewählt wird. Sowas macht nicht unfehlbar.

St. Peter

Die Unfehlbarkeit gibt’s aber auch nicht schon von Anfang an! Nein, das gilt erst seit dem dingsten vatikanischen Konzil! (Ich kann mir nicht merken ob seit dem ersten oder zweiten, egal. Noch nicht so lang her jedenfalls.)

Gott hat uns allen ein Hirn, ein Herz, ein Gewissen und einen freien Willen geschenkt. Wir sollten diese Gaben verdammtnochmal verwenden und uns eine eigene Meinung bilden.

Jesus hat sich ans Kreuz nageln lassen für uns, da können wir doch zumindest mal unseren Verstand verwenden. Alles andere ist frech, unerzogen und undankbar.

Das ist jetzt für euch nicht wirklich interessant, aber hier bin ich die Chefin, also erzähl ich es trotzdem: Ich hab heute eine Dose Hering mit Curry-Ananas-Sauce gegessen. Mir ist erst beim Öffnen der Dose eingefallen, dass ich die schon als Kind immer so gehasst habe, aber da war es schon zu spät.

Ich hoffe, der Mist zählt wenigstens als jodbringender Seefisch, sonst hätte ich mir das umsonst reingewürgt. Ist Hering Seefisch? Schon, oder? Weiß es einer von euch?

Eine Dose hab ich noch. Mango-Ingwer. Die werde ich mir aufheben, bis ich mal so furchtbaren Hunger habe, dass mir alles egal ist. Blärgh. Es ist erstaunlich, wie man das so ekelhaft verhunzen kann.

Übrigens sind Bienenwachskerzen eine wahre Freude. Seit drei Tagen steht eine bei mir auf dem Wohnzimmertisch, und wenn ich abends heimkomme, riecht die ganze Wohnung danach. Das ist ein sehr heimeliger und gemütlicher Geruch. Gehet hin und kaufet euch Bienenwachskerzen.

Hui, heute sind wir unversehens unter die 30 gerutscht in den Charts! Ich präsentiere euch auf Platz 29 Chemistry, von, na, dings, Semisonic. Ein schönes Lied.

Wart ihr denn auch alle schön auf der Adipositivity-Seite? Super, oder?

Bild: morguefile.

Alextravaganza, Tag 8

Konsum! Fett! Wut und Zorn! Lebkuchen!

Ich habe heute eine riesige Bestellung bei H&M aufgegeben, wohl wissend dass ich mit großer Wahrscheinlichkeit fast alles wieder zurückschicken werde. Ich fühl mich bei sowas immer arg schäbig, geht euch das auch so?

Ich hab aber andererseits auch wirklich keine Lust, mich an einem Samstag in Mannheim im H&M rumzutreiben, wo Dutzende kichernder Teenies die Umkleidekabinen blockieren. Und dann kann man auf einen Rutsch nur fünf Kleidungsstücke anprobieren, die eh nicht passen, weil bei den „BiB“-Sachen jedes Teil zu lang und zu weit ist, dafür aber an den Armen zu eng.

Mit 89-prozentiger Wahrscheinlichkeit haben die Teile auch einen Rollkragen (die restlichen 11% entfallen auf Hosen). Wenn doch mal was passt, ist es aus windigem Polyesterkrepp oder struppig-kratziger Wolle. Passende wie unpassende Kleidungsstücke gibt es nur in der Farbpalette von Schlamm bis Anthrazit. Weil dicke Frauen ja Farben nicht mögen, das ist wissenschaftlich erwiesen. Zumindest nach Meinung der H&M-Designer. Und die gehören noch zu den fettfreundlichsten Unternehmern. Es ärgert mich enorm, dass ich wegen meines Gewichts nur eingeschränkt Zugang zum doch recht grundlegenden Konsumgut Kleidung habe. Ich muss schon immer froh sein wenn ich etwas finde, das halbwegs passt.

Eleganz und Stil kann man sich da komplett abschminken. Komplett. Und kommt mir nicht mit dem Gerede von wegen „Stil ist keine Frage des Geldes!“

Übrigens fand gerade die London Fashion Week statt, und web.de berichtet, dass der Stylist und Laufstegchef von Mark Fast abrupt gekündigt hat, weil der bei seiner Modenschau drei megafette Models über den Laufsteg laufen ließ (Größe 40 bis 42 – das war auch der Zeit ein paar Zeilen wert.). Klar, bei solchen Monstern hilft natürlich auch kein Styling mehr.

Viele Modedesigner hängen ja ausschließlich den kleinen Größen an. Die Ausreden sind immer gleich: Mode sieht auf ganz mageren Körpern einfach besser aus; Mode für größere Größen (nicht vergessen, wir sprechen hier immer noch von Größen wie 40 und 42) sind sooo teuer in der Herstellung; Mode für große Größen fördert ungesunde Lebensweise, das können und wollen Designer nicht unterstützen.

Das letzte Argument ist eigentlich mein Favorit: Weil die Werbung mit Models, die in aller Öffentlichkeit Drogen konsumieren, hingegen von so großer sozialer Verantwortung zeugt …

Ich finde sowas eigentlich nur dumm, weil, wie jeder BWLer weiß: Dickes Geld ist genausogut wie dünnes Geld! Jeder Modedesigner der das nicht einsieht ist eine Gefahr für sein Unternehmen (ach ja, und eigentlich auch ein asoziales Gesockse!

Das ist genau wie die Männer, die keine dicke Freundin wollen, weil Dicksein ja so ungesund ist und sie sich sonst sorgen machen. Ja klar. Die Mageren fragt ihr bestimmt auch als erstes nach ihrer Gesundheit, ob sie vielleicht Diabetes haben oder Schilddrüsenprobleme … Deppen. Ich find’s ziemlich ok wenn ein Mann nicht auf Dicke steht. Aber dann soll er halt wenigstens den Arsch in der Hose haben und das auch tatsächlich so sagen.

Das bringt mich darauf, dass ich heute erst bei Netdoktor gelesen habe (flüchtig, weil es mich schon am Anfang so angenervt hat): Dicke sprechen schlechter auf Chemotherapie an.

Das wiederum hat mich daran erinnert, was ich schon vor Monaten, wenn nicht sogar Jahren bei Kate Harding vom wunderbaren Shapely Prose gelesen habe. Da hat nämlich so ein aufgeweckter Wissenschaftler festgestellt, dass kranke dicke Frauen bessere Chancen auf Heilung und Überleben haben, wenn man die Medikamentendosis dem Körpergewicht anpasst.

(Pause für Raunen und Staunen im Publikum)

Ich verwende ja oft den Begriff Fremdschämen, aber manchmal weiß ich nicht, wer schlimmeres Fremdschämen auslöst – Nachmittags-Talkshows oder Wissenschaftler.

Zusammenfassung der Tagesmeinung:

Dick sein ist kein Todesurteil. Schöne oder gar elegante Kleidung kann man sich dann aber abschminken, gerade wenn man klein ist. Das Gewicht ist auch kein Maßstab für Gesundheit oder irgendwie ein Anzeichen, an dem man die Lebensführung ablesen kann. Ja, ich bin dick. Nein, ich trinke nicht schon zum Frühstück drei Liter Diät-Cola, um damit meine 17 Nutellasemmeln auszugleichen (zuerst wollte ich Brötchen schreiben, aber da wo ich herkomme sind das Semmeln. SEMMELN.). Ihr könnt mir nicht ansehen, wie ich mich ernähre. Und ja, auch dicke Frauen kriegen Sex. Ja, mich überrascht das auch jedes Mal wieder.

Oh, heute gibt es einen besonders passenden Titel! Auf Platz 30 unserer Playlist: Brown Eyed Girl von Van Morrison.

Apropos garnix: Ich warne eindringlich vor den Bahlsen-Contessa-Lebkuchen. Geschmacksarm und übermäßig zuckrig. Aus unerfindlichen Gründen scheinen die am äußeren Rand eine Art Zuckerring zwischen Lebkuchen und Schokoladenglasur zu haben. Also nicht dass ich was gegen Zucker in Lebkuchen oder anderem Süßgebäck hätte! Aber ich finde schon, dass man ein bisschen Zucker einsparen kann, zugunsten anderer aromatischer Zutaten. Generell schmecken sie einfach mehr wie Altenheimgebäck.

Gut sind dagegen die Favorina-Lebkuchen vom Lidl (hergestellt von Lebkuchen Wicklein). Groß, saftig, aromatisch. Besser sind nur die Lebkuchen von meiner Mama, aber da startet die Saison leider immer erst Anfang November.